(11/2007) Gesandte und gesendete
Wie sendet man Grüße grammatikalisch korrekt in der Vergangenheit?
Oder, einfacher gesagt: Heißt es „sandte“ oder „sendete“? Das kommt
darauf an ...
Grundsätzlich können Grüße, Päckchen oder E-Mails gesandt und gesendet werden. Der Hintergrund: Beim Verb „senden“ stehen im Präteritum und im zweiten Partizip – also den Vergangenheitsformen – regelmäßig gebildete Formen und unregelmäßig gebildete Formen gleichberechtigt nebeneinander. Das heißt: Aus „senden“ wird sowohl „sandte“ als auch „sendete“, „gesandt“ ebenso wie „gesendet“.
Das gilt zumindest für die Bedeutung „senden = schicken“ (obwohl „sandte/gesandt“ etwas häufiger verwendet wird und vielen deshalb „richtiger“ vorkommt). Und das gilt auch für die verwandten zusammengesetzten Verben wie absenden, übersenden, zurücksenden, zusenden ...
ABER: „senden“ in der nachrichtentechnischen Bedeutung „ausstrahlen“, also im Zusammenhang „im Fernsehen senden“/„über Funk senden“ verlangt nach der regelmäßig gebildeten Form „sendete“ und „gesendet“: Das ZDF sendete wieder einmal die übliche Samstagabendunterhaltung.
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Ihre Heike Virchow




