Langsam kommen alle Urlauber aus den wohlverdienten zwei/drei/vier schönsten schreibtischfreien Wochen des Jahres zurück. Wo waren sie und wo werden sie im kommenden Jahr grammatikalisch richtig formuliert hoffentlich wieder sein – im Urlaub, in Urlaub oder gar auf Urlaub?
Auf die erstaunte Frage des Chefs „Wo ist denn Frau Müller heute?“, antwortet Kollege Frühling: „Frau Müller ist in Urlaub.“ Kollege Hübner dagegen: „Frau Müller ist im Urlaub.“ Und beide haben – zumindest grammatikalisch – Recht!
Der Unterschied, der ursprünglich zwischen „in Urlaub“ (Frau Müller arbeitet heute nicht) und „im Urlaub“ (sie ist in ihrem Urlaub) bestand, verwischt mehr und mehr. Das gilt auch für Wendungen wie in/im Bau und in/im Umlauf.
Bei der Frage „wohin?“ ist allerdings nur „in“ richtig, also: Frau Müller ist in (den) Urlaub gefahren.
Auch den Ausdruck „Ich gehe/fahre/bin auf Urlaub“ hört man gelegentlich. Diese Wendung ist jedoch eher umgangssprachlich bzw. dialektal gefärbt und nicht Teil der gehobenen Standardsprache.
Falls Sie Ihre jährliche Auszeit noch vor sich haben: Viel Spaß im Urlaub!
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