Textpertise hat sich zwar eher darauf spezialisiert, Wörter zusammen- zufügen, aber gelegentlich muss man sie auch wieder trennen. Mit Einführung der neuen Rechtschreibung sind altbekannte Trennungs- regeln gelockert worden, aber „Erlaubt ist, was gefällt" gilt – zum Glück – immer noch nicht.
„Trenne nie st, denn das tut ihm weh,“ hieß es lange Zeit. So sehr schmerzt das Trennen von st gar nicht, haben wir seit der Einführung der neuen Rechtschreibung festgestellt: Kos-ten, Bürgermeis-ter – alles kein Problem. Die nun erlaubte Trennung gilt auch für Fremdworte: Akus-tik, Spas-tik, Indus-trie. Auch mitten im Superlativ darf nun getrennt werden: am bes-ten, die leichtes-ten ... Auch der Bäcker freut sich: Er wird nun nicht mehr – kaum wiedererkennbar – zum Bäk-ker, sondern bleibt ein Bä-cker. Getrennt wird also immer nach dem Vokal, ck rutscht komplett auf die neue Zeile. Häufiger als früher wird nun (auch) nach Sprechsilben getrennt, sodass selbst Begriffe aus den klassischen Sprachen nun so und so getrennt werden dürfen: Pu-blikum und Pub-likum, Di-plom und Dip-lom, Hy-drant und Hyd-rant.
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