Dass sich der „englische Genitiv“, der das Genitiv-s durch Apostroph vom Wort trennt („Martin’s Tattoo Service“), langsam ins Deutsche einschleicht, ist bedauerlich – und ein Symptom für die Unsicherheit deutscher Sprecher beim Bilden des Genitivs von Fremdwörtern, Lehnwörtern und Anglizismen. Brauchen solche Wörter überhaupt ein Genitiv-s?
Hier lautet die Empfehlung: Wenn der Begriff schon Eingang in die Alltagssprache gefunden hat, sollte der Begriff wie ein deutsches Wort dekliniert werden.
Beispiel: Die Laune des Trainers verschlechterte sich nach dem 0:3 merklich und er überlegte, ob er die Prinzipien seines Coachings neu definieren sollte.
Ebenso heißt der Genitiv von „Management“ „Managements“. Anders z.B. bei „Follow-up“, das noch nicht allgemein gebräuchlich ist. Hier lauten Nominativ und Genitiv „das Follow-up“/„des Follow-up“. Auch bei fremdsprachlichen Eigennamen kommt man ohne das Genitiv-s aus: Beispiel: An der Rezeption des Research Center begrüßte eine junge Dame die Gäste.
Generell gilt: Es lebe die Konsistenz! Innerhalb eines Textes sollte ein Begriff also nicht einmal dekliniert und ein andermal nicht dekliniert vorkommen – einmal „Feedbacks“ immer „Feedbacks“. Und bitte nicht „Feedback’s“!
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