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(09/2006) Brauchen Fremdwörter den Genitiv?

Dass sich der „englische Genitiv“, der das Genitiv-s durch Apostroph vom Wort trennt („Martin’s Tattoo Service“), langsam ins Deutsche einschleicht, ist bedauerlich – und ein Symptom für die Unsicherheit deutscher Sprecher beim Bilden des Genitivs von Fremdwörtern, Lehnwörtern und Anglizismen. Brauchen solche Wörter überhaupt ein Genitiv-s?

Hier lautet die Empfehlung: Wenn der Begriff schon Eingang in die Alltagssprache gefunden hat, sollte der Begriff wie ein deutsches Wort dekliniert werden.

Beispiel: Die Laune des Trainers verschlechterte sich nach dem 0:3 merklich und er überlegte, ob er die Prinzipien seines Coachings neu definieren sollte.

Ebenso heißt der Genitiv von „Management“ „Managements“. Anders z.B. bei „Follow-up“, das noch nicht allgemein gebräuchlich ist. Hier lauten Nominativ und Genitiv „das Follow-up“/„des Follow-up“. Auch bei fremdsprachlichen Eigennamen kommt man ohne das Genitiv-s aus: Beispiel: An der Rezeption des Research Center begrüßte eine junge Dame die Gäste.

Generell gilt: Es lebe die Konsistenz! Innerhalb eines Textes sollte ein Begriff also nicht einmal dekliniert und ein andermal nicht dekliniert vorkommen – einmal „Feedbacks“ immer „Feedbacks“. Und bitte nicht „Feedback’s“!

Alle Sprachtipps 2006 mit Themen







Aktuelles 01/09/2011
Kunde RWE auf dem Siegertreppchen
Beim Wettbewerb „Der beste Geschäftsbericht“ des manager magazin hat Textpertise-Kunde RWE in der Kategorie Sprache/DAX Rang 2 erreicht. In der Gesamtwertung der DAX-Unternehmen landete RWE auf Platz 3.

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http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/fotostrecke-72249-3.html




Sprachtipp April 2010
Verführung der Anführung
Vor über vier Jahren gab es an dieser Stelle zwei Sprachtipps zum Thema Anführungszeichen. Hier ein kleines Update aus aktuellem Anlass.


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