im, um, aber in’s? Immer häufiger zu sehen, aber richtig?
Die Verschmelzung von Präposition und bestimmtem Artikel hat ihren Ursprung in der gesprochenen Sprache, ist aber inzwischen auch in der Schriftsprache völlig akzeptiert. Um zu wissen, welche Verschmelzungen mit Apostroph stehen, ist es wichtig, die Unterscheidung zwischen standardsprachlichen und nicht standardsprachlichen Verschmelzungen zu kennen.
Standardsprachliche Verschmelzungen sind:
ans (an das), aufs (auf das), durchs (durch das), fürs (für das), ins (in das)!, ums (um das), am (an dem), beim (bei dem), im (in dem), vom (von dem) und zur (zu der)/zum (zu dem)
Diese Verschmelzungen stehen NIE mit Apostroph.
Nicht standardsprachliche Verschmelzungen sind Verbindungen von Präposition und bestimmtem Artikel, die aus Mundarten oder der Umgangssprache entstanden sind; sie sind im Deutschen nicht allgemein üblich und gelten als unschön. Viele von ihnen können mit Apostroph geschrieben werden, weil sie ohne Apostroph schwer lesbar oder missverständlich wären, z.B.: an’n (an den), an’r (an der), auf’m (auf dem), in’n (in den), nach’m (nach dem); aber: inne (in die), gegens (gegen das)
Daneben gibt es Verschmelzungen, die als umgangssprachlich gelten, aber dennoch in der Standardsprache vorkommen, meist aus rhythmischen Gründen oder in festen Fügungen. Sie werden grundsätzlich OHNE Apostroph geschrieben, z.B.: hinterm (hinter dem), übers (über das)/überm (über dem), unterm (unter dem), vors (vor das)
Der Auslöser dieses Sprachtipps war übrigens die Anzeige eines Cafés in der hiesigen Tageszeitung, der Leser möge doch mal wieder „in’s“ Café gehen. Und zwar sonntag’s – aber dazu ein andermal mehr.
![]() |
Alle Sprachtipps 2005 mit Themen |




