Viele deutsche Substantive können im Genitiv sowohl mit -es als auch mit einfachem -s stehen, bei vielen Begriffen besteht allerdings keine Wahlmöglichkeit
Substantive im Maskulinum oder im Neutrum, die auf Zischlaut enden (-s, -z, -x, -tz, -sch, -tsch, -st), tragen im Genitiv grundsätzlich ein -es: des Satzes, des Netzes, des Glases, des Genusses, des Reflexes, des Tisches, des Kitsches, des Mastes. Das -es steht auch gern (aber nicht zwangsläufig) bei einsilbigen Substantiven und Substantiven, die auf der Endsilbe betont werden: des Jahres, des Erfolges, des Ertrages. Wegen des Klangs, um das Nebeneinander von zu vielen Konsonanten zu vermeiden, wird auch geschrieben: des Marktes (nach drei Konsonanten) und gelegentlich auch z.B. des Vorstandes (nach zwei Konsonanten).
Das einfache -s steht insbesondere bei Substantiven, die auf eine unbetonte Silbe enden (des Abends, des Vortrags) und bei Substantiven, die auf Vokal oder Vokal + h enden: des Kinos, des Baus, des Schuhs.
Sinnvoll ist es in jedem Fall, innerhalb eines Unternehmens - mindestens aber innerhalb eines Dokuments - Genitivregeln festzulegen, damit sich nicht an einer Stelle "des Vorstands" und an anderer "des Vorstandes" findet. Konsistenz im Schreiben unterstützt Ihre Professionalität im Handeln!
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