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(09/2002) Bloß keine Unkosten

Undank ist das Gegenteil von Dank, Untreue das Gegenteil von Treue – und Unkosten? Mitnichten sind sie das Gegenteil von Kosten. Hier dient die Vorsilbe „Un-" nämlich nicht der Bildung einer Negation. Das Wort Unkosten ist vielmehr eine so genannte „Augmentativbildung", die dafür genutzt wird, die Kosten besonders groß oder bedeutsam darzustellen.

Andere Beispiele solcher Un-Augmentativbildungen: Unmenge, Unzahl, auch Unwetter, Unwesen. Auch die Affenhitze, der Mordshunger und das Rieseneis sind Augmentativbildungen. Vor allem bei den Un-Wörtern schwingt in der Regel eine negative Bedeutung mit: Unkosten verwendet man in der Umgangssprache überwiegend als Bezeichnung für unvorhergesehene Kosten, die zu den normalen, veranschlagten Lebenshaltungskosten hinzukommen. Achtung: Betriebswirtschaftlich ist der Begriff unüblich bis verpönt!

Alle Sprachtipps 2002 mit Themen






Aktuelles 01/09/2011
Kunde RWE auf dem Siegertreppchen
Beim Wettbewerb „Der beste Geschäftsbericht“ des manager magazin hat Textpertise-Kunde RWE in der Kategorie Sprache/DAX Rang 2 erreicht. In der Gesamtwertung der DAX-Unternehmen landete RWE auf Platz 3.

Mehr Infos:
http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/fotostrecke-72249-3.html




Sprachtipp April 2010
Verführung der Anführung
Vor über vier Jahren gab es an dieser Stelle zwei Sprachtipps zum Thema Anführungszeichen. Hier ein kleines Update aus aktuellem Anlass.


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