Wer in diesen Tagen den mangelnden Einfluss deutscher Staatsmänner
und -frauen auf die amerikanische Politik beklagt, mag sich trösten lassen: Sprachlich haben wir im Land der Unmöglichkeiten durchaus einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Urlaubsreisende gen USA brauchen selbst bei geringen Englischkennt-
nissen keine Angst zu haben, in den Ferien zu verhungern. In puncto Essen und Trinken kommen sie auch in Bush’s own country wunderbar zurecht: Zum pils/pilsner (nach dem reinheitsgebot hergestellt) werden in weltoffenen Lokalitäten pretzel oder pumpernickel gereicht. Wer’s deftiger mag, ordert sauerkraut/sourkraut mit knackwurst oder bratwurst (kurz: brats). Besonders beliebt sind diese Leckereien aus dem alten Europa beim sommerlichen beer fest. Morgens gibt es muesli und nachmittags laden sich die Damen inzwischen sogar gegenseitig zum coffee-klatsch; nicht jede trägt dabei stilecht ein dirndl, aber manch eine ihren dachshund, schnauzer oder pinscher. Zur Weihnachtszeit werden lebkuchen gereicht, ansonsten gern auch strudel.
Wer’s in den USA intellektueller mag, streut in seine Gespräche realpolitik, angst, Lebensraum, bildungsroman, concertmeister, Ostpolitik, weltschmerz, waldsterben, hinterland, umlaut oder leitmotiv ein – auch der eine oder andere plattenbau wurde schon gehört und gelesen.
Wo immer Sie auch Ihren Sommerurlaub verbringen, am Strand oder auf der autobahn: Textpertise wünscht gute Erholung und gute Unterhaltung(en) mit den Einheimischen!
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