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(07/2005) Zurück zur alten Rechtschreibung?

Nein, so weit wird es nicht kommen – und das ist auch gut so. Weil die neue Rechtschreibung in vielen Bereichen logischer und verständlicher ist als die alte.

Das gilt allerdings nicht unbedingt für die Getrennt- und Zusammenschreibung; und daran will der Rat für die deutsche Rechtschreibung auch noch einmal drehen. Schade nur, dass es mit der offiziellen Einführung aller neuen Regelungen nun nicht – wie seit Jahren vorgesehen – zum 1. August dieses Jahres klappt. Stattdessen werden die so genannten unstrittigen Teile, das sind insbesondere Regeln der Groß- und Kleinschreibung (gestern Abend, Folgendes) und der Laut-Buchstaben-Zuordnung (nummerieren), in diesem Jahr für Schulen und Behörden verbindlich.

Eigentlich ist – das wird in vielen Veröffentlichungen zum Thema oft nicht so deutlich – die neue Rechtschreibung also nur für Schulen und Behörden verbindlich, das heißt erstens, Schüler die im neuen Schuljahr „aufwendig“ statt "aufwändig" schreiben, bekommen dies dann als Fehler markiert, und zweitens, dass sich Unternehmen eigentlich gemütlich zurücklehnen könnten: Sie dürfen wie bisher ihre individuellen Schreibweisen, durchaus basierend auf den alten Rechtschreibregeln, pflegen.

Dafür, dass sie dies trotzdem nicht tun sollten, gibt es mindestens zwei Gründe:

Wer noch in alter Rechtschreibung schreibt, wird als wenig fortschrittlich, geradezu verstaubt und konservativ (siehe FAZ) eingestuft. Innovative Unternehmen büßen mit Broschüren in alter Rechtschreibung einiges an Glaubwürdigkeit ein.

Je einheitlicher wir alle schreiben, desto lesefreundlicher sind unsere Texte. Der Leser muss sich nicht von Text zu Text auf andere Schreibweisen einstellen; die Lesezeit verkürzt sich, die Texte werden besser verstanden.

Die Einführung der neuen Rechtschreibregeln – egal wann – ist also für Unternehmen durchaus auch eine Möglichkeit der Imagepflege und eine Chance, einheitliche Schreibweisen im Unternehmen zu etablieren. Viele Unternehmen haben diese Chance schon in den vergangenen Jahren genutzt.

Wenn Sie zweifeln sollten, welche Schreibweisen Ihr Image am besten unterstützen oder wenn Sie allein nicht zu einheitlichen Schreibungen im Unternehmen finden, sprechen Sie mich an. Ich erstelle gern eine individuelle Unternehmensterminologie für Sie.

Alle Sprachtipps 2005 mit Themen






Aktuelles 01/09/2011
Kunde RWE auf dem Siegertreppchen
Beim Wettbewerb „Der beste Geschäftsbericht“ des manager magazin hat Textpertise-Kunde RWE in der Kategorie Sprache/DAX Rang 2 erreicht. In der Gesamtwertung der DAX-Unternehmen landete RWE auf Platz 3.

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Sprachtipp April 2010
Verführung der Anführung
Vor über vier Jahren gab es an dieser Stelle zwei Sprachtipps zum Thema Anführungszeichen. Hier ein kleines Update aus aktuellem Anlass.


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