Soll man nun oder soll man nicht ... das Genitiv-s bei Fremdwörtern im Maskulinum und Neutrum setzen? Klare Antwort: Man soll. Auch wenn viele es nicht tun. So heißt es:
das Layout > des Layouts
das Management > des Managements
das Hors d’oeuvre > des Hors d’oeuvres
oder eben: das Internet > des Internets
Kein (zusätzliches) Genitiv-s steht bei Begriffen mit der Endung -s, -ss, -x, -ismus, -us oder -st (und schon gar kein -s’!); gelegentlich wird aber ein -es angehängt:
der Appendix > des Appendix
der DAX > des DAX
das Rendezvous > des Rendezvous (NICHT: des Rendezvous’)
der Rhythmus > des Rhythmus
der Egoismus > des Egoismus
der Atlas > des Atlas/des Atlasses
der Boss > des Bosses
Bei Begriffen im Femininum steht übrigens, wie bei „reindeutschen“ Wörtern, nie ein Genitiv-s:
die Zeit > der Zeit
die CD > der CD
die Pizza > der Pizza
Etwas schwieriger ist die Sachlage bei Begriffen aus dem Englischen, die noch keinen Eingang in die Standardsprache gefunden haben, wohl aber in die Fachsprache. Hier sind beide Varianten möglich, besser (laut Duden) ist aber die Schreibung mit Genitiv-s:
der Shareholder-Value > des Shareholder-Value(s)
das Personal-Consulting > des Personal-Consulting(s)
der Merger > des Merger(s)
Viele Unternehmen haben hier auch eigene Festlegungen — bitte unbedingt beachten!
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