Zu Recht sind viele Studenten stolz auf Arbeitserfahrungen während ihrer Uni-Ausbildung. Wenn sie aber darüber in Lebensläufen berichten, wird schnell ein doppelter Plural daraus: „Praktikas“ hätten sie absolviert, liest man immer wieder – und wundert sich über die Vielfalt der Erfahrungen.
Denn: ein Praktikum – viele Praktika. Die Endung -a kennzeichnet bereits den (lateinischen) Plural; das Wort „Praktikas“ gibt es also gar nicht.
Genauso verhält es sich mit den „Antibiotikas“, die gerade zum Winterende gern genommen werden. Aber bitte richtig: Die meisten Ärzte verschreiben sinnvollerweise ein Antibiotikum. Und wenn man es denn doch mit mehreren vergeblich probiert hat, dann ist man wohl fast schon resistent gegen Antibiotika.
Aus dem Lateinischen leiten sich ebenso ab, z.B.:
Stimulus – Stimuli
Solo – Soli
Appendix – Appendizes
Index – Indizes
Andere Begriffe haben ihre fremde durch eine deutsche Pluralendung ersetzt:
Museum – Museen
Firma – Firmen
Szenario – Szenarien (nicht etwa, angelehnt an das Englische, Szenarios)
Speziell die Fremdwörter auf -ma (meist mit griechischem Ursprung) werden im Plural schwach dekliniert:
Drama – Dramen
Thema – Themen
Es kommen jedoch auch starke s-Formen (Kommas) oder fremde Endungen (Kommata) vor.
Vorsicht ist auch beim Einkaufen und im Restaurant geboten: Kaufen Sie bitte keine Zucchinis, sondern Zucchini; und essen sollten Sie stets Spaghetti und nicht Spaghettis („spaghetti“ ist der korrekte italienische Plural). Beim abschließenden Espresso haben Sie dann die Wahl: Espressos und Espressi sind gleichermaßen richtig – und anregend lecker.
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