"Du bist das Beste, was mir je passiert ist!" – Derartige Schmeicheleien bekommen Frischverliebte sicherlich des Öfteren zu hören. Manch einer fragt sich bei aller Liebe jedoch: Müsste es nicht eigentlich "das Beste, das mir je passiert ist", heißen?
Der Duden meint dazu:
Das Relativpronomen "das" wird dann gebraucht, wenn das Bezugswort Neutrum ist. Also:
| Das Schiff, das den Hafen verlässt. | |
| Das Haus, das einen schönen Garten hat. |
Dagegen wird das Relativpronomen "was" verwendet, wenn das Bezugswort ein substantiviertes Adjektiv (Partizip) ist, das etwas Allgemeines, Unbestimmtes oder Abstraktes bezeichnet:
| All das Schöne, was wir erlebten. | |
| Das Einzige, was zu tun war. |
Zudem wird ausschließlich "was" gebraucht, wenn das Bezugswort ein Indefinitpronomen, Zahlwort oder ein substantivierter Superlativ ist, wie es hier der Fall ist:
| Das war das Tollste, was ich je erlebt habe! | |
| Das war das Eindrucksvollste, was ich jemals gesehen habe. |
Dieser Fall trifft auch auf das oben genannte Beispiel zu. "Du bist das Beste, was mir je passiert ist" ist grammatikalisch also völlig korrekt!
Wenn eine Präposition hinzutritt, steht allerdings "das":
| Es gibt vieles, für das ich mich interessiere. | |
| Es gibt manches, für das es sich zu kämpfen lohnt. |
Fröhliches Leben und Arbeiten in und mit Superlativen wünscht
Ihre Heike Virchow




