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(01/2003) „mit + Verb“ zusammen oder getrennt?

Es wäre ja zu schön, wenn alle Zusammensetzungen von mit + Verb einheitlich zusammen- oder getrennt geschrieben würden. Aber nein, je nach Bedeutung variiert die Schreibweise. Vorteil: Bedeutungsunter- schiede sind leichter erkennbar.

Mit dem Verb zusammengeschrieben wird „mit“, wenn der Begriff eine dauernde Vereinigung oder Teilnahme ausdrückt. Beispiele: mitarbeiten, mitfahren, mitreden, mitwirken. Ohnehin zusammengeschrieben werden mitbringen und mitteilen, da sie Begriffe mit eigener Bedeutung (schenken bzw. melden) sind. In all diesen Fällen liegt auch die Betonung auf dem „mit“.

Entsprechend schreibt man „mit“ vom folgenden Verb getrennt, wenn eine nur vorübergehende Beteiligung ausgedrückt wird:

Du kannst die Texteingaben noch mit übernehmen.
Das müssen Sie mit berücksichtigen.
Die Hotelkosten sind nicht mit eingerechnet.
Das kann doch niemand mit ansehen!


Zusätzliche Hilfe:
In diesen Fällen sind sowohl „mit“ als auch das Verb betont.

Bitte mit berücksichtigen:
Bei manchen Begriffen sind beide Schreibungen zulässig.

Beispiele:
die mit übersandten/mitübersandten Unterlagen; der Stellvertreter muss mit unterzeichnen/mitunterzeichnen.

Alle Sprachtipps 2003 mit Themen






Aktuelles 01/09/2011
Kunde RWE auf dem Siegertreppchen
Beim Wettbewerb „Der beste Geschäftsbericht“ des manager magazin hat Textpertise-Kunde RWE in der Kategorie Sprache/DAX Rang 2 erreicht. In der Gesamtwertung der DAX-Unternehmen landete RWE auf Platz 3.

Mehr Infos:
http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/fotostrecke-72249-3.html




Sprachtipp April 2010
Verführung der Anführung
Vor über vier Jahren gab es an dieser Stelle zwei Sprachtipps zum Thema Anführungszeichen. Hier ein kleines Update aus aktuellem Anlass.


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